Verfasst von: LaScotia | April 20, 2019

Augen! Sinn! Aus…

Ihr seid mir ja wohl so eine Bande… ­čÖł­čśé

Verfasst von: LaScotia | April 18, 2019

Joyce

Es war eine wilde Achterbahnfahrt am Himmel.

Pete und ich hatten einige Zeit dar├╝ber diskutiert, ob ich es machen soll oder nicht.

Und klar, wenn, dann w├Ąre jetzt sicher noch die beste Zeit daf├╝r.

Es ging also irgendwann nur noch um das wie.

Wie komme ich dorthin?

Mit dem Auto von den Inneren Hebriden nach Westnorwegen w├╝rde ganz sicher 3 bis 4 Tage dauern. Pro Strecke.

Auch die regelm├Ą├čigen Flugverbindungen sehen sehr d├╝ster aus.

Also entscheide ich mich f├╝r die scheinbar komfortable Variante und telefoniere mit einer Handvoll Anbietern.

Am Ende sage ich nicht dem billigsten Angebot zu, das tue ich eigentlich nie, sondern dem g├╝nstigsten.

Wir verabreden die Startzeit, und wann ich wieder zur├╝ck will.

Und so stehe ich am Vormittag wie besprochen auf dem winzigen Flugplatz der Insel.

Umarme und K├╝sse meine Liebsten zum Abschied.

Verspreche den Kindern, ihnen etwas mitzubringen, obwohl ich noch keine Ahnung habe, was das wohl sein wird…

Die Piper Seneca sieht so verheerend klein und zerbrechlich aus. Mit diesem winzigen Flugzeug soll ich jetzt ├╝ber die Nordsee fliegen? Welcher Teufel hat mich jetzt wieder geritten?

Ich ziehe meinen Trolley hinter mir her, drehe mich kurz vor dem Flugzeug noch mal um und winke den vier wichtigsten Menschen in meinem Leben zu.

Die Pilotin kommt um ihr Flugger├Ąt herumgelaufen und begr├╝├čt mich mit einem strahlenden L├Ącheln, das mich auf der Stelle f├╝r sie einnimmt.

Ich wusste, dass eine Frau mich fliegen w├╝rde. Ich war allerdings nicht auf Joyce vorbereitet.

Hundertsiebzig Zentimeter Gutelaunegarantie auf eine Figur verteilt, als w├╝rde sie sonst ihren Tag mit Triathlon verbringen.

Wir verstehen uns auf Anhieb.

Joyce erkl├Ąrt mir kurz („Sorry, aber das ist eine Pflichtveranstaltung.“) die Sicherheitshinweise und zeigt mir dann, wie ich am besten die komfortable Kabine der Seneca besteigen kann, ohne mir einen B├Ąnderriss oder ├Ąhnlich dusselige Verletzungen zuzuziehen.

„Du darfst nat├╝rlich auch vorne bei mir sitzen“, sagt Joyce fr├Âhlich, „aber da hinten ist es wirklich viel bequemer, und da gibt es auch Kaffee und eine K├╝hlbox mit Getr├Ąnken und kleinen Snacks. Wir sind immerhin ein paar Stunden unterwegs.“

Ich mache es mir schr├Ąge hinter Joyce bequem. Es ist wirklich alles da. Eine gro├če Thermoskanne voll mit hei├čem, starkem Kaffee. Eine K├╝hlbox mit allen m├Âglichen Getr├Ąnken, sogar eine kleine Flasche Sekt sehe ich darin.

Die beiden Propeller machen einen ziemlichen L├Ąrm beim Start, aber mit der Zeit gibt sich das wieder. Oder ich gew├Âhne mich daran, wer wei├č…

Wir werden, sagt Joyce, als wir in 22.000 Fuss H├Âhe ├╝ber Applecross Kurs auf die Orkneys nehmen, etwa dreieinhalb Stunden brauchen. Von den Orkneys geht’s ├╝ber die Shetlands weiter ├╝ber die Nordsee nach ├ůlesund an der norwegischen Westk├╝ste.

Ich mag Joyce, ich mag die unaufgeregte Art, mit der sie mir zu jeder Sekunde zu verstehen gibt, immerzu Herrin der Lage zu sein. Wie sie eine Sicherheit verk├Ârpert, die Vertrauen einfl├Â├čt.

Nach den Orkneys ist Schlu├č mit guter Sicht, Wolken verdecken die Sicht nach unten und die kleine Piper muss sich heftig sch├╝tteln, um gegen das schlechter werdende Wetter da drau├čen anzufliegen.

Es geht rauf und runter und dieser Flug ist tats├Ąchlich so etwas wie die l├Ąngste Achterbahnfahrt meines Lebens. Zum Gl├╝ck st├Ârt mich sowas nicht wirklich. Zum Gl├╝ck, denn bei allem Komfort hier oben: ein Klo sucht man in dem kleinen Flugzeug vergebens.

Ich frage Joyce, dieses fr├Âhliche M├Ądchen von vielleicht 27, 28, allerh├Âchstens 30 Jahren, woher sie kommt und wie lange sie schon fliegt.

Joyce erz├Ąhlt mir, dass sie urspr├╝nglich von Trinidad und Tobago kommt, ihre Mutter sich dann irgendwann in einen britischen Luftwaffenoffizier verliebt hat und mit dem nach England zog. Okay, das erkl├Ąrt ihre wunderbare Haarpracht und ihre wundersch├Âne Hautfarbe.

Sie war sieben, als ihr „Dad“ – sie nennt ihn so, weil er f├╝r sie ihr Dad ist und sie ihren leiblichen Vater nie kennengelernt hat – sie zum ersten Mal auf einen Flugplatz mitnahm und sie mit ihm in einer einmotorigen Cessna fliegen durfte. In dem Moment war Joyce klar geworden, dass sie in ihrem Leben nie etwas anderes machen wollte als zu fliegen.

Mittlerweile ist sie 29, sagt sie, und sie hat mittlerweile alle notwendigen Lizenzen, um Menschen von A nach B durch die Luft zu bef├Ârdern. Sie sei fr├╝her auch mal eine Zeitlang Langstrecke geflogen mit Lear Jets, aber das war ihr auf Dauer zu ├Âde.

Schlie├člich, so doziert Joyce weiter, sei beim fliegen doch nicht das stupide starren auf die Instrumente und alles dem Automaten ├╝berlassen das A und O, sondern Start und Landung. Mit dieser wundersch├Ânen kleinen Piper k├Ânne sie auch auf einer Viehweide landen oder auf einem Strand, wenn es sein muss. Hauptsache, sie habe nur ein paar hundert Meter Platz zum geradeaus fahren…

„Wenn du auf dem R├╝ckflug hier vorne sitzen m├Âchtest, zeige ich es dir mal.“ Okay, das Angebot nehme ich nat├╝rlich an.

Der wilde Ritt ├╝ber die Nordsee ist gleich vorbei, Joyce funkt mir unverst├Ąndliches Kauderwelsch in ihr Mikrofon und dreht sich dann zu mir um. „Wir m├╝ssen noch ein bi├čchen warten in ├ůlesund, Camilla, die wollen erst zwei solche dicken Flugw├╝rste runterhaben. Sollen wir dann nicht eine kleine Extrarunde fliegen und uns deine Inselchen mal aus der Luft ansehen?“

„Flugw├╝rste?“ frage ich.

„Ja, diese dicken W├╝rste, wo sie ein paar hundert Leute reinstopfen und ihnen Fl├╝ge f├╝r 10 ┬ú andrehen. Das hat doch nichts mit fliegen zu tun, das ist doch nicht ├Ąsthetisch!“

Ich muss lachen. Sie gef├Ąllt mir sehr, meine freche tolle Pilotin aus der Karibik.

„Wie geht es f├╝r dich weiter?“, will ich wissen, „wohin fliegst du nachher?“

„Auftanken, was essen und dann hab ich einen Job unten in Stavanger. Ich hole da ein paar Leute ab und bringe sie r├╝ber nach Aberdeen. Geht mich nichts an, aber in dieser Kombination klingt das f├╝r mich sehr nach irgendwas mit ├ľl…“

Da unten, zeigt Joyce aus dem Fenster, das m├╝sste es sein. Sie wirft noch einen Blick auf die Landkarte auf ihrem Scho├č, und nickt. Ich finde das so bemerkenswert in der heutigen Zeit. Eine Landkarte. So ein richtiges Faltenmonster aus echtem Papier…

Es ist seltsam. Wir fliegen ├╝ber ein paar Inseln hinweg, wie es sie hier zu Dutzenden gibt. Aber diese da unten…. Was wollte Shlomo mit ihnen? Und was soll ich damit?

Wenig sp├Ąter landen wir in ├ůlesund. Joyce und ich verabschieden uns. Ich laufe mit meinem Trolley zur norwegischen Einreisekontrolle, sie f├Ąhrt mit der Piper weiter auf die andere Seite des Rollfeldes zur Tankstelle f├╝r die Kleinflugzeuge.

In ein paar Tagen holt sie mich hier wieder ab.

Ich winke ihr nachdenklich hinterher. was wird mich hier erwarten in den kommenden Tagen?

Verfasst von: LaScotia | April 12, 2019

Something├Şya

Kurz zwischendurch, liebe Leute:

Ja, es ist alles gut. Ich bin nur gerade unterwegs.

Es ist eine spannende Reise.

Eine Reise auf den Spuren eines sehr entfernten Verwandten, der mein Leben ver├Ąnderte, ohne dass wir uns je kennenlernen durften.

Ich melde mich, wenn ich wieder zu Hause bin.

Verfasst von: LaScotia | M├Ąrz 29, 2019

No more blowjob

Knack.

Der Spa├č ist vorbei.

In n├Ąchster Zukunft w├╝rden ihm Blowjobs eher Schmerzen bereiten denn Vergn├╝gen.

Worauf immer ich gebissen haben mag, es hat mit einem h├Ąsslichen und in meinem Kopf sehr lauten krachenden Ger├Ąusch einen vordern oberen Schneidezahn pulverisiert und in wenigen Augenblicken in eine scharfkantige Ruine verwandelt.

Der Schmerz h├Ąlt sich in Grenzen.

F├╝r mich.

Aber meine Zunge leidet schon sehr, denn irgendwie bin ich jetzt st├Ąndig dabei, mit ihr diese Furchen zu erkunden und zu kartografieren.

Ich mag mir nicht vorstellen, wie unangenehm das f├╝r den Strubbeligen sein m├╝sste, also werden wir vorerst auf oralerotische Abwechslungen verzichten m├╝ssen…

Verfasst von: LaScotia | M├Ąrz 25, 2019

Two in one

Du v├Âgelst mich gerade um Sinn und Verstand.

Ich sehe in deinen Augen, was du f├╝hlst.

Wie sehr es dir gef├Ąllt, was achteinhalb Zoll voller Spa├čhormone tief in mir anrichten.

Deine Augen wandern hin und her.

Von meinen Augen zu meinen wild schaukelnden Br├╝sten und zur├╝ck.

H├Âre ich dich st├Âhnen?

Oder bin ich es?

Ich kann es dir nicht sagen.

Nichts kann ich dir jetzt sagen.

Denn ich habe den Schwanz deines besten Freundes tief in meinem Mund und in diesem Augenblick jagen gerade mehrere Dutzend Millionen seiner Spermien durch meine Kehle ihrem j├Ąhen S├Ąuretod in meinem Magen entgegen…

Verfasst von: LaScotia | M├Ąrz 16, 2019

Das alte Cello

Es gibt sie.

Diese historischen Instrumente mit den tollen Kurven.

Die auf ihnen spielen d├╝rfen, schw├Âren, nie etwas besseres angefasst zu haben.

F├╝r die allermeisten bleiben sie ein Leben lang ein Traum.

Wunschtraum.

Der Geologe streicht mit virtuosen H├Ąnden und ge├╝bten Griffen ├╝ber sein kurviges Instrument.

Entlockt ihm die tollsten T├Âne ├╝ber mehrere Oktaven.

Irgendwann – zwischen einfach und doppelt gestrichenem hohen C – fl├╝stert der Geologe der Reisetante ins Ohr, sie sei f├╝r ihn die leibhaftige, die einzig wahre, die Camivari!

Und die Reisetante au├čer Dienst, so eben wieder zu sich kommend, fragt sich, ob dieser widerliche Teufel sie soeben tats├Ąchlich „altes Cello“ genannt hat…

Hmmm… Freunde, mal was anderes: fressen Schweine wirklich den kompletten Geologen-Kadaver? Also auch Knochen, Haare, N├Ągel, all so’n Zeug? Wei├č das jemand?

Danke.

Verfasst von: LaScotia | M├Ąrz 10, 2019

Die Eitelkeit der alten Dame

Es klappt immer noch.

Ich bin ein wenig stolz auf mich.

Doch, liebe Leute, auch alte Damen mit unfrisiertem Stroh auf dem Kopf und der Figur eines gut gef├╝llten Hogshead Fasses d├╝rfen sich noch gewisse Eitelkeiten erlauben.

Und ja, ich bin ein bisschen stolz auf mich.

Im menschlichen K├Ârper laufen Prozesse und Geschehnisse ab, auf die man aktiv gar keinen Einfluss hat.

Die Schwellk├Ârperchen in den erotischsten Achteinhalb Zoll des Strubbeligen zum Beispiel k├Ânnen von ihm gar nicht bewusst zur Arbeit motiviert werden.

Klar, er kann Hand anlegen und dann passiert, was eben so passiert.

Aber jetzt liegt er einfach so da und hat keine Gelegenheit, mit seinen H├Ąnden zuzugreifen oder sonstwie aktiv t├Ątig zu werden.

Und ich stehe einfach so da.

Okay, ich habe nichts an, und ich bin dabei, mich mit einer wunderbar duftenden Bodylotion einzucremen.

Und ich stehe so direkt vor ihm, dass er es alles sieht.

Ach, wie sch├Ân.

Dieser Blick.

Dieser tolle Gesichtsausdruck.

Und dann bewegt sich das Laken an einer Stelle, die er gerade nicht aktiv ansteuern kann.

Ich wei├č ganz genau, was da unten gerade passiert.

Achteinhalb Zoll, die fr├Âhlich zum Leben erwachen.

L├Ąchelnd stelle ich die Creme zur├╝ck auf die Kommode.

Vorsichtig nehme ich den schlafenden Johnny hoch und trage ihn nach nebenan in sein Zimmer. Lege ihn in sein Bettchen und decke ihn zu.

Leise zur├╝ck ins Schlafzimmer.

Peter und ich k├╝ssen uns nur mit Blicken.

Gillian liegt auf Daddys Bauch, es ist besser, wenn ich sie jetzt als n├Ąchste aus einem Aktionskreis nehme, in dem sie noch ganz lange nichts zu suchen hat.

Als letzte ist Zo├ź an der Reihe. Sie mag weder Daddy noch ihr Stofftier loslassen und es wird ein kleiner, ger├Ąuschloser Kampf. Aber nat├╝rlich ist Mom st├Ąrker und gewinnt am Ende.

Ungeduldig, denn Mom, diese unf├Ârmige alte Dame, will sehr schnell zur├╝ck zum tollsten Babymacher der Welt.

Ungewiss, wie lange der sich noch von ganz allein f├╝r sie aufrichtet und ihr eine schlaflose Nacht verspricht…

Verfasst von: LaScotia | M├Ąrz 8, 2019

Sp├Ątwinter

Februar.

M├Ąrz.

Sp├Ątwinter.

Es ist eine besondere Zeit im Jahr.

Zeit der Tr├Ąnen und der Freude.

Zeit des Lichts.

Zeit der l├Ąnger werdenden Tage.

Zeit der heftigen St├╝rme.

Zeit der Polarlichter und des Schnees.

Zeit der Liebe.

Zeit der Trauer.

Zeit, die wie ein Formel 1 Fahrer immerzu auf dem Gaspedal des Lebens steht und immer schneller an dir vorbei zu rasen scheint.

Sp├Ątwinter auf den Hebriden.

Das Leben entdeckt sich ├╝berall neu, sprie├čt und entspringt und gedeiht.

Ich sitze am Feuer, dick eingepackt. Mein Sohn liegt eng an mich geschmiegt unter der Wolldecke, nur sein kleines Wollm├╝tzchen schaut etwas heraus.

Meine T├Âchter kuscheln sich an ihren Daddy, eingewickelt in mehrere Lagen Wolle, Gore Tex und Lammfelle.

Der Strubbelige liest ihnen aus einem zerfledderten Buch aus einer anderen Welt Geschichten aus einer anderen Zeit in einer Sprache aus einem anderen Leben vor.

Sie wissen nicht wirklich, dass ich die Sprache ihres Daddys mittlerweile ganz gut verstehe, wenn er sie spricht. Sie m├╝ssen es auch nicht wissen.

Zo├ź und Gillian glauben, Afrikaans sei f├╝r sie die gesuchte und gefundene Geheimsprache, in der sie miteinander vor mir tuscheln k├Ânnen, ohne dass ich sie verstehe.

Ich lasse sie in ihrem Glauben. So wie diese wunderbaren kleinen M├Ądchen ihre Geheimnisse haben wollen, m├╝ssen sie mir das meine eben auch zugestehen.

Johnny wollte gerade einschlafen, glaube ich, als er wohl durch meine mehreren Lagen Wolle hindurch den Tritt seines Geschwisterchens in meinem Bauch gegen seinen Kopf sp├╝rt.

Er hat es schon ein paar Mal mitbekommen und jedesmal untersucht er mit einer unfassbaren Faszination meinen Bauch.

Ich hatte seit meiner zweiten Schwangerschaft immer das ganz deutliche Gef├╝hl, dass die „k├╝nftigen“ Geschwister miteinander kommuniziert hatten, durch die Bauchdecke hindurch.

Nummer Vier ist anders als die drei anderen: Nummer Vier bewegt sich anders.

Ich hatte schon Kickboxer, Leichtathleten und Grubenarbeiter in meinem Bauch.

Dieses Kind scheint in mir zu tanzen.

John fl├╝stert in einer Sprache, die wahrscheinlich nur John und Nummer Vier verstehen, auf sein zuk├╝nftiges Geschwisterchen ein, und aus dem wilden keltischen Steptanz wird augenblicklich ein langsamer Walzer oder Slow Fox.

Peter und ich kommunizieren mit den Augen.

Wir brauchen keine Worte.

Gillian ist in seinem Arm eingeschlafen und Zo├ź lauscht sehr gespannt, wie Daddy mit seiner ruhigen, tiefen Stimme die Geschichte zu Ende liest.

Sp├Ątwinter.

Zeit der R├╝ckkehr des Lebens.

Zeit der R├╝ckkehr nach drau├čen.

Verfasst von: LaScotia | M├Ąrz 2, 2019

Wir m├╝ssen reden!

Hey Leute, wir m├╝ssen reden.

├ťber dies und das im allgemeinen und ├╝ber Euch und … uns, also mich im besonderen.

Ich bin eine recht normale Inseldiva im Vollzeitmodus. So oder ├Ąhnlich teilte es mir neulich ein netter Leser per Mail mit.

Jep. Das stimmt.

Es ist in der Tat so, dass mittlerweile 40 Hektar Land mit allem, was darauf l├Ąuft, w├Ąchst und gedeiht, mehrere Quadratmeilen gepachteter Nutzfl├Ąche auf See, 3 Kinder au├čerhalb und eines innerhalb meines (nicht mehr ganz so sehenswerten) Bauches, sowie ein eherechtlich verbundener Wissenschaftler und viele Dutzend Haustiere ihren Tribut fordern.

Ich habe mich mit Kollegen meines Mannes an der Universit├Ąt Edinburgh unterhalten: nein, auch wenn es immer wieder versucht wird von Menschen, die sich f├╝r unersetzlich halten, so hat doch der Tag auf den Hebriden nur 24 Stunden.

Punkt.

Ich bin vielleicht blond und wie Ich wei├č, diene ich dem einen oder anderen einsamen m├Ąnnlichen Leser auch mal als willkommene Wichsvorlage (Jungs: es ist okay! Wer seinem inneren Druck noch auf diese einfache, fantasiegesteuerte Weise nachgeben kann, geht nicht los und vergewaltigt irgendwelche armen M├Ądchen, also lest bitte weiterhin mein Blog, holt ihn raus und habt Spa├č!), aber damit kann ich leider kein Geld verdienen.

In den letzten zwei, drei, vielleicht vielen Wochen ist mit klar geworden, dass ich nicht jeden spa├čs├╝chtigen (schreibt man das so?) gleicherma├čen bedienen kann und will: ich habe einfach genug anderen Kram um die Ohren.

Ohren, Jungs, Ohren! Nicht, was ihr jetzt wieder denkt (und ihn schon wieder rausholen wollt…).

Ich bin hier.

Mir geht’s gut.

Uns allen geht’s gut.

Aber ich kann nicht mehr jeden Tag ├╝ber jeden noch so banalen Kram berichten. Will ich auch nicht.

Vor einem oder zwei oder ich wei├č nicht wie vielen Jahren habe ich schon mal geschrieben: es ist alles gesagt.

Eben.

Ihr wisst mittlerweile, wo er reingeh├Ârt und was dann eventuell dabei raus kommen kann.

Wenn’s was zu berichten gibt, werde ich es Euch sagen.

Versprochen.

Im Moment ist es so, dass das Fr├╝hjahr vor der T├╝r steht.

So irre viel zu tun!

Auch (bei Scheisswetter) im B├╝ro.

Niemand wei├č im Moment, was sich konkret nach dem Brexit ├Ąndern wird. Niemand. Weil die altersstarrsinnigen Senioren in Whitehall nicht definieren k├Ânnen oder wollen, was sie eigentlich wollen. Schlimm!

Aber ansonsten: uns geht’s gut.

Danke, dass Ihr so lieb nachgefragt habt.

Verfasst von: LaScotia | Februar 15, 2019

Heute vor…

… 1 Jahr hatte ein ausgewachsener Orkan die Insel im W├╝rgegriff, was die Prinzessinnen zu einem Ausflug in die praktische Welt der Naturkunde ermunterte.

… 2 Jahren. Eine kleine Exkursion in die Geschichte. F├╝r diejenigen unter Euch, die sich daf├╝r interessieren oder sie noch nicht kennen oder in den letzten 2 Jahren einfach wieder vergessen haben. Schlie├člich werden wir alle nicht j├╝nger.

… 3 Jahren gingen wir hier einer wissenschaftlich bedeutsamen Frage nach. Und wussten noch nicht, dass es noch genau eine Woche dauern sollte, bis Dickk├Âpfchen Gillian in unser Leben polterte.

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