Verfasst von: LaScotia | Oktober 17, 2019

Da wohnen wir

Wenn man mit der kleinen Fähre die große Insel verlässt und Mutter Natur gute Laune hat, dann weist sie dir vielleicht den Weg.

Irgendwo hinterm Regenbogen, da wohnen wir.

(Lieber N. , ich hoffe, ich konnte deine Frage damit beantworten.)

Verfasst von: LaScotia | Oktober 16, 2019

Von Kuchen und Kerzen und alten Schachteln

Alle waren sie gekommen, alle meine liebsten Menschen waren da. Das war so schön!

Das Wetter spielte perfekt mit an einem perfekten Tag, und so waren wir den ganzen Tag draußen.

Auch Mutter Natur spielte zum Glück mit, so dass ich ausgiebig Gelegenheit hatte, Oksana und Ben zu genießen…

Und dann waren sie irgendwann alle wieder fort, in ihre eigenen Welten zurück verschwunden und uns blieb das aufräumen.

Am Abend vor dem Kamin nimmt der Strubbelige mich in den Arm. „Hättest du das alles mal erwartet, Schönheit?“, fragt er leise.

Und ich überlege…

10 Jahre sind wir dieses Jahr zusammen. Zehn!

Ein Viertel meines Lebens habe ich jetzt mit diesem Teufel verbracht, ein Wahnsinn…

Und dann sehe ich mich wieder den leeren Colabecher wegwerfen. Höre ihn wieder wie aus ewig weiter Entfernung mit seiner unfassbaren Stimme fragen, ob er mir noch eine Cola spendieren darf, wenn ich in der Zeit ein Auge auf sein Hab und Gut werfen könnte.

Ich kann immer noch das vertraute, wohlige Gefühl des nach-Hause-kommens spüren, als ich mich im buntbemalten Jumbo Jet an ihn schmiege und den Großteil des Fluges in seinen Armen – den Armen eines mir wildfremden Mannes! – verschlafe.

Sehe auf der inneren Leinwand vor meinem geistigen Auge die diversen Gebrauchsgegenstände, die wir uns in unserer chaotischen Anfangszeit an die Köpfe geworfen hatten.

Ein eisiger Panzer überrollt mich, als ich daran denke, wie wir an Sandras Grab stehen und den wertvollsten Menschen meines Lebens verabschieden müssen.

Ich höre wieder, wie ich Shauna auffordere, mir ihr Gewehr zu geben, damit ich den Scheißkerl endlich erschießen kann, nur um ihm fünf Minuten später zu erklären, dass er Vater wird…

Kann hören, wie wir gemeinsam lachen, als wir auf der Insel der Rehe aus dem Auto des Maklers steigen und völlig synchron, ohne einen Fuss in Donald’s altes Haus gesetzt zu haben, „wir nehmen es!“ sagen und dem Makler mit lautem Knacken die Kinnlade runterfiel…

So unendlich viele Bilder aus den vergangenen 10 Jahren flimmern gerade durch meinen Kopf.

„Habe ich es erwartet?“ wiederhole ich leise seine Frage und schmiege mich noch dichter an ihn. Den Mann meines Lebens. „Ich weiß nicht wirklich, was ich damals erwartet habe“, sage ich, „aber mir war sehr schnell klar geworden, dass wir mit unseren Kriegsspielen aufhören mussten, weil ich dich um nichts auf der Welt wieder hätte verlieren wollen!“

Naomi gluckst in einem offenbar schönen Traum vor sich hin und lächelt im Schlaf. Überhaupt kann dieses Mädchen nichts mehr anderes tun als zu lachen, sagte ich das schon mal? Sie liegt neben uns auf dem Fell.

Oben knarrt leise eine Tür. Dann noch eine. Mit dem vertrauten, quietschenden Klick schnappt die zweite Tür – das Schutzgatter vor der Treppe – wieder ins Schloss. Tapp tapp tapp… Zoë kommt plötzlich dazu, sie sieht ziemlich verwildert aus auf dem Kopf und hat ihre Stoffrobbe dabei. „Kannnich schlafen Mom!“

Ich strecke meinen Arm nach ihr aus und unsere Kleine Große kuschelt sich an mich und sofort startet sie wieder ihr akustisches Dauerfeuer.

„Nein, Teufel!“, flüstere ich Pete ins Ohr, „das habe ich so nicht erwartet…“

Verfasst von: LaScotia | September 29, 2019

Vorfreude

Es ist lange her.

So lange.

Zu lange.

Aber bald ist es wieder soweit.

Endlich.

In unserer Vorfreude haben Oksana und ich uns etwas ausgedacht.

Und ich weiß, dass wir es beide durchhalten werden.

Die Jungs…?

Hmm.. das wird man sehen…

Und der Leser fragt sich jetzt gerade, was das wohl sein soll…

Wartet es einfach etwas ab.

So ca 4 Wochen oder so…

Und ja.

Es wird hart werden.

HART…

Verfasst von: LaScotia | September 25, 2019

Kalter Kaffee

In den letzten Tagen habe ich erfreulich oft die Meldung bekommen, dass mein Blog wieder einen neuen Follower hat. 

Ich freue mich herzlich über jeden einzelnen von Euch, über die Leser der ersten Stunde, die es bis heute mit mir aushalten bis hin zu den zahlreichen Neufollowern der letzten Tage und Wochen. 

Es ist so schön, dass Ihr ein Stück des Weges mit mir gehen wollt, und ich heiße euch auf das herzlichste Willkommen in meiner  kleinen Welt. 

Für die Stammleser folgt jetzt kalter Kaffee, aber Euch „Neuen“ möchte ich ein paar Tips zum Umgang mit all dem Kram hier geben. 

Das Einfachste und Beste wäre natürlich, sich übers Archiv bis zum allerersten Artikel überhaupt durchzuklicken und dann chronologisch nach vorne vorzuarbeiten. 

Da „Sahne zum Leben“ aber mittlerweile 1.200 Artikel umfasst, darf ich das natürlich niemandem ernsthaft zumuten wollen. 

Es gibt eine Seite „Personen„, die solltet Ihr Euch auf jeden Fall mal ansehen, und wer dann immer noch nicht genug hat und neugierig genug ist, das Mysterium der Camilla Florence McSomething zu ergründen, findet noch einige FunFacts auf der „about me„-Seite. 

Und dann gibt es ja diesen strubbeligen Teufel an meiner Seite… Das Wichtigste an ihm ist natürlich, wie ich ihn überhaupt gefunden habe. Das sollte wissen, wer sich intensiver mit unserem Leben beschäftigen möchte (im Rahmen dessen, was ich bereit bin, darüber preiszugeben…)

Elf Jahre unzertrennlich an meiner Seite, in meinem Bett und vor allem in meinem Herzen war Sandra, meine geliebte, wilde Irre, die ich mehrere Meter unter Wasser kennen- und liebengelernt habe

Alles andere findet Ihr sicher so. 

Allen meinen Lesern möchte ich nochmal vielen Dank sagen für Eure Geduld, Eure vielen lieben Kommentare und Emails und dafür, dass Ihr da seid. 

Ihr seid die besten Leser der Welt!

Seid mal ganz herzlich umarmt. 

Eure Camilla 

Verfasst von: LaScotia | September 24, 2019

Mein liebes Kind, es reicht jetzt!

Manche Menschen müssen einfach vor sich selbst geschützt werden.

An der Stelle haben die Eltern dieser vorlauten Göre aus einem der reichsten und zivilisiertesten Länder der Erde kläglich versagt.

Die Großen und Mächtigen der Welt machen ganz sicher mehr falsch als richtig in der letzten Zeit, ich glaube, darüber sind wir uns wohl alle einig.

Aber dass sie sich reihenweise entblöden, der bedauernswerten Greta aus Stockholm zu Füßen zu liegen und sich ebenso reihenweise von ihr bepöbeln und beleidigen zu lassen, das ist für mich nicht zu verstehen.

Ebensowenig kann ich nachvollziehen, warum dieses arme Mädchen von der internationalen Presse wie eine Prophetin, mindestens aber wie eine Heilige vergöttert wird.

Hallo Leute, die da wettert, sie, die bösen Politiker der Welt, hätten ihr die Kindheit und die Träume genommen, sie schuftet nicht mit anderen Kindern zusammen 16 Stunden täglich in einer Fabrik in Bangladesch, um den privilegierten Kindern u. a. aus Schweden deren schicke Markenjeans zu nähen.

Greta Thunberg genießt das ganz besondere Privileg, mit 16 Jahren nicht mehr zur Schule gehen zu … dürfen?, müssen?, wollen? und segelt stattdessen um die Welt, um ihre Visionen und wüsten Anschuldigungen herauszuposaunen.

Ein gleichaltriges Mädchen in der Sahelzone würde sicher viel dafür geben, überhaupt zur Schule gehen zu dürfen. Stattdessen muss sie kilometerweit zum nächsten Brunnen laufen, um Trinkwasser für die Familie zu holen.

Trinkwasser in einer Qualität, mit der sich eine Greta T. vermutlich nicht einmal die Füße waschen würde…

Liebe kleine Greta, ich danke dir.

Ja, du hast viel getan dafür, dass ein (!) sehr wichtiges Thema Eingang ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit gefunden hat.

Aber weißt du, es gibt auch noch viele andere Probleme zu lösen, die mindestens ebenso wichtig sind.

Frieden fällt mir da spontan ein.

Oder warum setzt du dich nicht mal dafür ein, dass alle Kinder auf der Welt Zugang zu sauberem Trinkwasser bekommen und regelmäßig – auch freitags! – zur Schule gehen dürfen?

Hätte ich dir was zu sagen, du armes, kleines Mädchen, ich würde dir sagen:

Mein liebes Kind, es reicht jetzt!

Verfasst von: LaScotia | September 7, 2019

Kleiner Tip

Ich bin die mit dem Hut!

Verfasst von: LaScotia | September 5, 2019

Aufräumen

Zunächst war es ein zaghafter Prozess.

Der dann eine Art dynamisches Eigenleben zu entwickeln begann.

Und sich im Lauf der Zeit richtig gut anfühlte.

Ich räume auf.

Es wird alles angefasst.

Habe ich dies oder das in den letzten… sagen wir mal 12 – 24 Monaten gebraucht? Angefasst? Vermisst? Nein?

Okay.

Weg damit.

Alter Balllast über Bord.

Sämtlicher Ballast über Bord.

Gut.

Es fühlt sich so gut an.

Ich bin noch nicht fertig.

Ich fange gerade erst an…

Verfasst von: LaScotia | August 25, 2019

Träume?

Wir fahren über die Straße.

Die eine, die es in dieser Gegend gibt.

Rund um uns herum flaches, feuchtes Moor.

In der Ferne die Berge.

Plötzlich hält er an einem Passing Place an.

Wir können etwa 3 Meilen weit sehen, wie die Straße sich durchs Moor windet.

Nirgends ist ein anderes Auto zu sehen.

Könntest du dir vorstellen, hier zu leben, Schönheit?

Teufel, sage ich, ich könnte mir vorstellen, fast überall zu leben, solange du nur bei mir bist!

Wir küssen uns und fahren weiter.

Diese Szene ist ein paar Jahre her.

Wir waren damals weder verheiratet noch Eltern von vier Kindern…

Es ist nicht lange her, dass wir wieder diese Straße entlang fuhren.

Es ist eine seltsame, mystische Straße, sie windet sich durch die Landschaft und ist doch immer zu sehen.

Die Straße.

Ohne ein anderes Fahrzeug darauf.

Und wieder stellt er mir diese Frage.

Ja!, sage ich. Könnte ich.

Verfasst von: LaScotia | August 21, 2019

Waschbare Beulen

Sie schlafen.

Endlich.

Da unten ist es eng geworden jetzt.

Da, wo die Nachkommen durch ihre Traumwelten surfen.

Das Meer plätschert sehr dicht an der Matratze von außen gegen die Bordwand unserer Lady.

Sehr gut also, dass die da jetzt alle in ihren kleinen Kojen liegen und von dem träumen, von dem kleine Kinder eben so träumen.

Oben an Deck sitzen die Eltern.

Draußen, es ist endlich mal trocken und einigermaßen windstill, genießen Peter und ich unser Dinner.

Sitzen nebeneinander auf der kurzen Bank und sehen unseren Scallops dabei zu, wie sie auf dem Feuer gar werden.

Ich lege meine Hand auf sein Bein.

Nein.

Nicht zufällig.

Sie liegt da und, was soll ich sagen… sie beginnt in einer Art dynamischen Eigenlebens zu wandern.

Wir genießen die Muscheln.

Reden ganz normal über Dinge, die im Augenblick unseren Alltag bestimmen.

Währenddessen wandert sie.

Meine Hand.

Findet…

naja…

was neugierige Hände nun mal so finden, wenn sie denn was finden wollen…

Es ist ja nicht so, dass nicht auch seine Hand forschen würde.

Wer hätte das gedacht, die Hände eines Forschers…

Die Beule, die ich an seinem Bein finde, ist dann doch eher der länglichen Natur…

Die Lady bewegt sich leicht in den seichten Wellen hier im Hafen.

Schnell schlägt das Wetter um.

Es wird nass.

Richtig nass.

Ungefähr so, wie…

seine Hose unter meiner Hand…

mein Höschen mit seiner Hand darin…

Körperflüssigkeiten werden heute nur über unsere Zungen ausgetauscht.

Die von weiter südlich versickern ungenutzt viel weiter südlich in Baumwolle.

Die ist bei 30° waschbar…

Verfasst von: LaScotia | August 19, 2019

Südwest Vier bis Fünf

Bestes Wetter, als wir alles beisammen haben und endlich losfahren können.

Wenn du mehrere Dutzend Ballen Wolle, zwei lebende Schweine und eine sechsköpfige Familie für ein paar Tage auf ein Schiff verladen sollst, dann ist das auch immer eine logistische Herausforderung.

Aber irgendwann sind wir soweit und können starten.

Den Anker lichten.

Hebel leicht nach vorn.

Die Lady of the Isles dreht ihre blau lackierte Nase frech in Richtung Old Man of Storr und die alten, aber frisch geölten sechs Zylinder blubbern fröhlich vor sich hin.

„Was passiert da drüben mit Fields und Semonova?“ fragt Zoë. Sie kann Semjonova nicht mit diesem j in der Mitte aussprechen. Lustig. Sie kann so viele Sprachen mit ihren fast 5 Jahren…

„Nichts schlimmes, Süße, sie kommen in eine neue Herde.“ versuche ich ihr den Transfer zu erklären. „Da sollen sie dann viele süße kleine Ferkel bekommen.“

„Aha? Und wieso gebt Ihr sie weg?“

Zoë dreht sich ihre Locken wieder um die Finger.

Ich überlege eine Weile. Wie erkläre ich das einer fünfjährigen?

„Weil sie bei uns nur Schwestern und Brüder haben. Wir bringen dafür ja ein paar neue Schweine mit, weißt du? Es ist nicht gesund, wenn Schwestern und Brüder Kinder kriegen!“

Hoffe, ich habe mich einigermaßen aus der Affäre gezogen.

Die Lady stampft unverdrossen in die Wellen.

Gischt weht über den Bug an die Scheiben.

Das Wetter meint es gut mit uns, die Lady muss nicht kämpfen, sie pflügt mit einer eher stoischen Ruhe durch die See in Richtung Westen.

Wir sind ein paar Stunden unterwegs.

Die Kinder kennen das schon und sie kommen gerne mit.

Unterwegs sehen wir jede Menge Delfine. Wir sehen auch ein paar kleine Wale.

Einen wirklich großen Riesenhai. Der hat gut und gerne 6 Meter! Ich bin immer wieder fasziniert von diesen sanften Riesen.

Begeistert klatschen die Kinder in die Hände, wenn wieder einmal neben der Lady ein neugieriger Meeresbewohner aus dem Wasser schaut.

Als wir endlich den Hafen auf der wunderschönen Isle of Lewis erreichen, zupft Zoë mich sehr energisch am Ärmel:

„Mom!?“

„Ja, Liebling?“

„Wir lassen Johnny aber heute nicht hier, oder?“

Als ich mich zu Princess No 1 herunter beuge, um ihr einen Kuss zu geben, schießt der Strubbelige ein Foto (keine Sorge: diese Sorte Fotos wird niemals den Weg ins Netz finden, wir wissen, was privat ist!), und ich glaube, später am MacBook deutlich darauf zu erkennen, dass tatsächlich VIER Augen tränen….

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