Verfasst von: LaScotia | November 16, 2018

Die Letzten machen das Licht aus.

Mehrere Fliegen, eine Klatsche und Zack!, alles erledigt.

Den Termin bei Janet hatten wir schon lange vereinbart.

Zoë ist jetzt vier, Gillian zweieinhalb, da war mal wieder Impfen angesagt.

Johnny wird einmal kurz und knackig untersucht, er ist kerngesund und für sein Alter sehr gut entwickelt.

Dasselbe gilt für die Prinzessinnen.

Die übrigens beide mit einer bemerkenswerten Regungslosigkeit die große Nadel ertragen und todesmutig mit ansehen, wie Janet die Flüssigkeit aus dem Kunststoffkolben in ihre Arme drückt.

Janet will uns ins Wochenende verabschieden, da hüstelt die Mutter von der Nachbarinsel und meint, einen spontanen Punkt gäbe es da noch zu klären.

Ob sie, also Janet, bei ihr, also Camilla Florence, mal nachsehen könnte, ob der Verdacht sich denn nun bestätigt oder nicht. Und falls nicht, was dann falsch läuft im unteren Körper der Mrs McSomething.

Wir kürzen das Prozedere an dieser Stelle ab:

mein persönliches Ziel ist erreicht.

Ich werde zum vierten Mal (du lieber Himmel!) Mutter, und ich werde dann noch eine 3 vorne stehen haben.

Danach ist dann Schluss, ich werde mich nicht mehr weiter vermehren, wenn ich im Oma-Alter bin.

Àireamh ceithir ist jetzt etwa zweieinhalb Zentimeter groß, und es ist schon alles dran, was dran sein soll.

Janet ist begeistert, mein letztes Kind wird auch sehr wahrscheinlich ihr letztes sein.

Die chronisch aufgeregten Kohorten der Elternpolizei dürfen sich also auf weitere Zutaten für ihre versalzene Empörungsküche freuen…

Der kleine Insulaner (Leute, bitte! Verschont mich mit der Genderscheiße. Nein, ich weiß nicht, ob es ein Junge oder Mädchen wird, und wie schon dreimal vorher, ist es mir auch diesmal scheißegal! Aber irgendwie müssen wir ihn ja erstmal nennen, nicht wahr?) wird so ungefähr zur Zeit der Sommersonnenwende die Sippe derer von McSomething komplettieren, wenige Tage, bevor Janet in den Ruhestand verabschiedet wird.

Als ich die drei Zwerge wieder an Bord der Lady habe und sie in ihren orange leuchtenden Rettungswesten stecken, lege ich ab und steuere das Schiff hinaus in den Sund.

Ich schicke Pete ein

👍🏼

und bekomme von ihm als Antwort ein

❤️

Nonverbale Kommunikation im Zeitalter der Emojis…

Ich funke ihn an, erkläre ihm, dass ich noch einen Zwischenstopp in Portree einlegen und einige Sachen einkaufen werde.

Wenn ich schon mal hier auf der großen Insel bin, dann nutze ich das auch gleich aus.

👶 🍼 👶🍼👶🍼

Ach so, ja: den Neugierigen unter Euch sei gesagt, dass Àireamh ceithir gälisch ist und Nummer Vier bedeutet. Gesprochen wird es ungefähr arif käjche…

Verfasst von: LaScotia | November 14, 2018

Big Sky

Tage.

Sie sind alle so gleich.

Kommen und gehen.

Die Sonne geht auf.

Wandert über uns hinweg und geht wieder unter.

Am nächsten Morgen dasselbe Spiel von vorn.

Als würde sie uns lächelnd beim älter werden zusehen wollen.

Tage.

Jeder einzelne ein Unikat.

Unwiederbringlich.

Was du heute kannst besorgen…

könnte morgen schon zu spät sein.

Wie komme ich auf diese Gedanken?

Hier oben, auf dem Gipfel unserer Insel?

Ist es das Licht, das mich an jedem einzelnen meiner

Tage

hier verzaubert?

Dieses von Feen verzauberte Hebridenlicht?

I’m lifted where I stand
On the neverending land
I’m coming to sense of home

Runrig sang diesen Text im wundervollen Song Big Sky, einer der vielen Liebeshymnen für ihre Inselwelt.

Tage.

Sie sind so schön unter diesem Himmel.

Sie tun so weh.

Die

Tage.

Ich lächle leise in mich hinein.

Ja, sie sind alle gleich.

Sie sind alle so unterschiedlich.

Sie sind so unendlich lehrreich.

Die

Tage.

Hier auf meiner – auf unserer! – Insel.

Aber sie tun nicht mehr weh.

Die

Tage,

die weh tun, die sind schon lange her.

Zu lange, um noch Zweifel haben zu können.

Brauche ich wirklich die Gewissheit eines… Teststreifens?

Ich spüre, wie sich eine einzelne Träne löst und langsam an meiner Wange herunter kitzelt.

Vom kalten Wind getrocknet wird.

Es wird Zeit.

Zeit, nach Hause zu fahren.

Zeit, es ihm zu sagen.

Verfasst von: LaScotia | November 13, 2018

Geschützte Geheimplätze

Wenn wir nach hinten raus und den Berg hochgehen, bahnen wir uns einen Weg durch die ausgedehnten Farnwälder.

Wir gehen nicht besonders oft hierher, so dass der kleine, schmale Pfad immer wieder zu wächst.

Da Pete dringend einen Tag am Schreibtisch braucht, um zu schreiben und einige Manuskripte zu überarbeiten, lassen wir ihn komplett in Ruhe und gehen raus.

Für unsere Verhältnisse ist das Wetter einfach ideal dafür, Wind deutlich unter 9 Bft, Temperatur deutlich über 0° und die Bewölkung deutlich unter dem Status ganz dicht!

Trotzdem ist es sehr nass dort, wo wir hin wollen, also verbringe ich schon mal eine Menge Zeit damit, die Kinder entsprechend auszurüsten.

Als alle in ihren Regensachen stecken und die Gummistiefel anhaben, kann es ja endlich losgehen.

Ich packe ein paar Leckerlis für die Highlander ein, und dann geht es raus in die mystische Welt des leisen Plätscherns und Raschelns.

Die Birken strecken ihre Äste nackt und kahl in den grauen Himmel, und auch die Farne verlieren zusehends an Farbe.

Über die Kuppe des Hügels starren uns zwei große dunkle Augen an.

Ich lege meinen Finger an den Mund und deute mit der anderen Hand in die Richtung.

John findet seine unmittelbare Umgebung viel spannender als geheimnisvolle Augen oben auf dem Hügel und sammelt Blätter.

Gillian bleibt wie erstarrt stehen und vermutlich sehen ihre Augen gerade genauso riesig aus wie die, die uns von da oben beobachten.

Dann will sie losrennen, aber Zoë hält sie zurück.

Nein! Nicht! Das sind ihre Plätze hier. Wir dürfen die Feen nicht stören! Dann werden sie böse.

Das Reh hat genug gesehen, dreht sich um und springt elegant in die andere Richtung davon.

Oben angekommen, sehen wir die Kühe.

Sie stehen in der kleinen Senke und haben keinen Sinn für den tollen Blick rüber zum Festland.

Zoë schnappt sich eine Handvoll Möhren aus meinem Stoffbeutel und stürmt los.

Vergessen sind die Feen und ihre geheimen Plätze.

Irgendwann sehe ich nur noch ihren gelben Regenhut durch die Farne hüpfen, ich hebe Johnny auf meine Schultern und rufe Gillian zu:

Na komm, die holen wir noch ein, was meinst du?

Laut juchzend und lachend laufen wir hinter Zoë her.

Johnny tobt vor Freude auf meinen Schultern, als Gillian stolpert und der Länge nach hinfällt.

Princess No 2 wäre nicht meine Tochter, wenn sie sich um so ein kleines Malheur kümmern würde.

Matschig und mit verdrecktem Ölzeug springt sie auf und stürmt weiter ihrer großen Schwester hinterher.

Als wir Zoë erreichen, hat sie gerade die erste Möhre an den jüngsten Spross unserer Herde verfüttert.

Die Mutter des Kleinen kommt herangetrottet und will auch eine Möhre haben. Zoë beißt ein Stück von der Spitze ab und hält der ausgewachsenen Mrs Garfunkel dann den Rest hin.

Sally kommt auf uns zu, und so nach und nach ist die ganze Herde auf uns aufmerksam geworden und kommt gemächlich zu uns.

Ich hebe Johnny von meinen Schultern und setze ihn auf Sally’s Rücken. Die Mädchen bekommen die Tasche mit den Möhren und beginnen diese an die gemütlichen Highlander zu verteilen.

Ich habe einen großen, stabilen Striegel mitgebracht. Halte John mit einer Hand fest und beginne, Sally’s Fell mit dem Striegel zu kämmen.

Die Tiere mögen diese Wellnessbehandlungen sehr.

Wir halten uns vielleicht anderthalb Stunden bei der Herde auf, bis alle Leckerlis aufgefressen und alle Zottelfrisuren mal gekämmt sind, und machen uns dann auf den Rückweg.

Es war ein sehr gutes Beerenjahr.

Als wir unsere kleine Welt wieder sehen können und den Rauch aus dem Schornstein riechen, frage ich die Kinder, was sie davon halten, wenn wir gleich noch mal bei den Hühnern nachsehen, ob sie fleißig waren und ich uns dann einen Berg voll Pfannkuchen mit frischen Blaubeeren mache?

Die Begeisterung kennt erwartungsgemäß keine Grenzen und mit dieser Motivation im Rücken legen wir den Weg nach Hause in Rekordzeit zurück.

Die Kinder werden nach dem Eier sammeln in der Werkstatt ausgezogen und rennen dann quer über den Hof zum Haus.

Ich melde uns bei Pete zurück und lasse dann eine Wanne einlaufen.

Im Moment ist es noch einfach, sie passen alle drei da rein und plantschen fröhlich darin herum.

Parallel dazu dusche ich mich kurz ab und eine halbe Stunde später sitzt der McSomething Clan versammelt um den großen Tisch und verschlingt Pfannkuchen.

Und? Habt Ihr was tolles erlebt?, fragt Daddy in die Runde.

Wir haben die Feen gesehen!, referiert Zoë mit dieser kleinen Falte auf der Stirn, aber ich hab aufgepasst, dass wir nicht in ihre geschützten Geheimplätze trampeln…

Verfasst von: LaScotia | November 11, 2018

Die kleine Sinnfrage

Wenn du auf einfache Fragen keine Antwort bekommst.

Wenn du bei jedem Satz, den du schreibst, damit rechnen musst, dass irgendwo irgendwelche Moralisten und Besserwisser aus ihren Löchern gekrochen kommen.

Wenn du an dem einen gewissen Punkt bist, der dich darüber nachdenken lässt, ob das hier wirklich die richtige Art des Zeitvertreibs ist.

Dann…

… wäre sicher der richtige Moment für den geordneten Shutdown.

Oder was meint Ihr?

Verfasst von: LaScotia | November 7, 2018

Schiffbruch oder: Frühkindliche Demenz

… diagnostiziere ich bei meinen drei Orgelpfeifen.

Anders sind gewisse Symptome für mich nich erklärbar.

Du sagst der künftigen Elitegeneration etwas, und im nächsten Moment haben sie’s vergessen.

Zack! und wech.

Einfach aus dem Speicher gelöscht.

Alle drei sind in einem mystischen Akt geschwisterlicher Synchronisation in diese Phase eingetreten.

Quasi über Nacht.

Als Rädelsführerin meint Pete Gillian ausgemacht zu haben.

Warum bitte sehr soll man denn auf so langweilige Personen wie etwa die eigenen Eltern hören, wenn learning by doing die viel effizientere Methode des learning for life darzustellen verspricht?

Wie bitte? Ach so, ja.

Der aufmerksame Leser vermisst ein praktisches Beispiel aus dem Alltag des Irrenhauses derer von McSomething.

Der durchaus ernst gemeinten und mit Nachdruck kommunizierten Ansage, bitte nicht mit dem Bollerwagen voll Spielzeug zum Bach zu fahren (da dieser gerade nach den letzten Regengüssen längst nicht mehr so friedlich vor sich hin plätschert wie noch im Sommer) folgt natürlich, was zu erwarten war.

Der Versuch, den Bollerwagen als kleine Fähre zum anderen Ufer umzuwidmen, scheitert an nicht vorhandener Motorisierung des maritimen Vehikels und an mangelhaften nautischen Grundkenntnissen der neunmalklugen Möchtegernpiraten.

Das nicht wirklich seetaugliche Piratenschiff macht sich also in der Strömung des Baches selbstständig, verhakt sich mit der Deichsel am Grund, schlägt um und läuft voll Wasser.

Die Fracht – mehrere z. T. selbst gefertigte Holzspielzeuge – und die Crew – Commodore Emily Zoë McSomething, Commander Gillian Vanessa McSomething und Able Seaman John Kendrick McSomething – müssen das Schiff aufgeben und Hals über Kopf in einem ungeordneten und würdelosen Manöver verlassen.

Die Admiralität an Land, die das Desaster vorhergesehen und beobachtet hat, spielt eine Runde Ching Chang Chong um festzulegen, wer nun für wessen Rettung zuständig ist.

Später, als am Feuer der Ältestenrat die Manöverkritik abhält, (hey, bis auf einen Holzvogel konnte alles unversehrt, aber nass geborgen werden!) doziert die übermorgen vier Jahre alt werdende Zoë, dass unsere Hilfe zwar recht nett war, aber im Grunde überflüssig.

Schließlich hatte die Crew die Lage jederzeit fest im Griff.

Aha.

Wissen wir das also auch…

Verfasst von: LaScotia | November 5, 2018

Der Moment vor dem Moment

… wenn er meine Haare packt und meinen Kopf nach hinten reißt.

Sich selbst so über mich dreht, dass er mir stöhnend seine Zunge in den Rachen rammen kann.

Das ist der Moment, wo ich unter mir hindurch nach hinten greife und die beiden wild schaukelnden Goldstücke in die Hand nehme.

Einen Moment später spüre ich seine klebrige Hitze ganz tief in mir.

Massiere auch noch den letzten Erbgutträger aus ihm heraus.

Explodiere und breche unter ihm zusammen.

Im Moment vor dem Moment.

Dem Moment, wo sich mindestens einer der drei künftigen Erben aus irgendwelchen Gründen lautstark bemerkbar macht.

Aber die Momente vor diesem Moment, das sind unsere Momente.

Die kann uns keiner mehr nehmen.

Verfasst von: LaScotia | November 1, 2018

Bitch! Patsch!

Nach einem verdammt langen Tag bin ich einfach zur Seite gekippt und eingepennt.

Es patscht irgendwie sehr laut.

Patsch!

Wo bin ich?

Ah ja…

Patsch!

Wir haben die Kinder ins Bett gebracht.

Waren dann in der Sauna.

Patsch!

Wie komme ich jetzt hierher? Auf mein Sofa?

Patsch!

Aua!!

Meine Ohren nehmen allmählich ihren Dienst wieder auf.

Hören, wie der aufgeregte Reporter eine Sensation wittert, weil der Underdog aus der dritten Liga so toll gegen den haushohen Favoriten mithält.

Patsch!

Ich öffne vorsichtig ein Auge.

Schließe es gerade rechtzeitig wieder.

Patsch!

Das wäre beinahe buchstäblich ins Auge gegangen.

Kurze Analyse und Aufnahme des aktuellen Ist-Zustands:

Ich liege auf der Seite, mein Kopf offenbar auf seinem Bein.

Eine… SEINE! Hand spielt mit meiner Brust.

Patsch!

Etwas erwischt mich an der Wange.

Vorsichtiges öffnen eines Auges.

Aha.

Daher weht der Wind..,

Mit der anderen Hand spielt der Herr des Hauses und tollste Geofritze nördlich des Äquators an seinem Erbenmacher herum.

Der – schon nah am maximalen Aktionszustand – in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen auf mein Gesicht …

Patsch!

klatscht.

Ich schließe mein Auge, um größeren Schaden von ihm abzuwenden und öffne stattdessen meinen Mund.

Es braucht noch zwei, drei weitere

Patsch!

bis der Herr des Hauses seinen Blick kurz vom langweiligsten Fußballspiel aller Zeiten ab- und seiner angetrauten Gemahlin und Mutter seiner drei im Moment zum Glück schlafenden Kinder zuwendet.

Der nächste

Patsch!

auf meiner Wange, die morgen sicherlich verdächtig gerötet sein wird (Ich höre schon Zoë fragen, was ich da habe und sehe mich – unschuldig! – in Erklärungsnot…), fällt etwas weniger rustikal und lautstark aus.

Stattdessen dirigiert der Herr des Hauses die leckere Spitze seines prachtvollen Erbenmachers mit der Hand genau dorthin, wo ich sie jetzt haben will.

Hauptsache, dieses dauernde

Patsch!

hört auf.

Und während ich beginne, mehr als nur die glänzende Spitze in meinen Schlund zu saugen und sie mit meiner Zunge zu umspielen, verändert, verstärkt sich der Griff seiner Hand an meinem Busen.

In einer minimal gehaltenen Abwägung zum Thema Lust und biologischem Nutzen entscheide ich mich spontan für das Vergnügen der Eheleute Camilla Florence McSomething und Dr. Peter Irgendwas und gegen die sinnvolle Überführung von ca 300.000.000 köstlichen Spermien an den ihnen von der Evolution zugedachten Zielort, und lasse sie einen sinnlosen Tod in meiner Speiseröhre sterben.

Ich bin ein solch verkommenes Miststück!

Verfasst von: LaScotia | Oktober 30, 2018

Beinahe Ferien

Ein wunderbarer, klarer Herbstmorgen hier in unserer kleinen Inselwelt.

Ich mache die Tür des Geflügelstalles auf und träge und noch sehr unausgeschlafen machen sich die Hühner und Gänse auf dem Weg nach draußen.

Acht Eier landen im Korb. Das wird ein sehr gutes Frühstück werden.

Die Schweine auf der anderen Seite grunzen mir fröhlich zu, auch bei denen ist alles in Ordnung.

Auf dem Weg zur Werkstatt sehe ich, wie die Katze mit einer dicken Maus im Maul um die Ecke verschwindet.

Es ist nahezu windstill. Unten im Sund tuckert ein kleiner Küstenfrachter raus in Richtung Meer, neben ihm springen ein paar Delfine vergnügt aus dem Wasser.

Auf der Bank vor der Feuerstelle liegen noch die Felle und die Wolldecke.

Ich stelle den Korb mit den Eiern in die Küche und gehe wieder raus, um da ein bisschen aufzuräumen.

Mir wird warm beim Gedanken an die letzte Nacht.

Zoë ist drüben auf Skye bei Shauna, Gillian und John unten im Dorf bei Jessi und Ricky.

Zwei Tage ohne die Halbhohen, das ist fast so etwas wie Ferien.

Eine kleine Auszeit vom Alltag. Gelegenheit, die Akkus wieder aufzuladen.

Am Abend habe ich uns frische Garnelen gebraten, Langoustines heißen die Viecher hier.

Unvernünftig viele von ihnen, mit unvernünftig viel Knoblauchbutter und frischem Brot.

Dazu ein wunderbar fruchtiger Weißwein aus Peters Heimat, einen halben Planeten entfernt.

Das Feuer.

Eine Zeitlang haben wir zusammen gesungen, herzlich gelacht über meine stockenden Versuche, meine kleine Geige beherrschen zu können.

Im wortlosen Einverständnis alle Felle zusammengetragen und neben dem Feuer ausgelegt.

Die große Wolldecke.

Zwischen den Fellen und der Wolldecke Peter und ich.

Mit so wunderbar unendlicher Zeit nur für uns.

Wie lange ist es her, dass wir uns so oft so ewig lange hintereinander geliebt haben?

Mit Fingern, Lippen und Zungen unsere Körper erforschten, als wäre es das allererste Mal?

Nicht dieses wilde Alltagsgerammel zwischen Kinderbespaßung und Windelwechseln, sondern richtig schöner, den Spannungsbogen immer weiter dehnenden Lagerfeuersex.

Daran denke ich jetzt zurück, als ich die zerwühlten Felle betrachte und mich dranmachen will, sie aufzuräumen.

Lass sie noch liegen, Schönheit. Es war so schön letzte Nacht.

Allein seine Stimme unmittelbar hinter mir macht mich schon wieder heiß.

Noch bevor ich mich zu ihm umdrehen kann, hat er seine Arme von hinten um mich geschlungen.

Es sind nicht seine Forscherhände, die meine Beine gerade wieder in haltloses Gummi verwandeln, sondern seine knabbernden Küsse in meinem Nacken.

Die Kinder kommen erst am Nachmittag wieder nach Hause.

Kein Grund also, die Felle von hier wegzuräumen.

Noch nicht…

Verfasst von: LaScotia | Oktober 26, 2018

Elizabeth

From now on gentlemen, I speak only with Elizabeth Keen.

Habt Ihr Blacklist gesehen?

Dieser legendäre Spruch des genialen James Spader in der allerersten Folge? Geil, oder?

Nach 15 Minuten war klar, dass dies eine Serie werden würde, die niemals enden kann!

Überspringen wir die ersten vier Staffeln, wir wollen uns ja nicht gegenseitig langweilen.

Die 5. Staffel ist da.

Tom ist tot, ein Schock!

Ich liebte diese Figur. Warum zum Honk, musste er sterben?

Und Liz?

Ich kannte mit Ausnahme meiner Mutter und Großmutter nie irgendwelche Vorbilder in meinem Leben.

Die Macher von Blacklist taugen dazu, mir in der fiktiven Person Elizabeth Keen tatsächlich ein Vorbild kreieren zu können.

Wie sie in den Folgen nach Tom’s Tod eiskalt daran geht, seine Mörder zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen…

Und mal ganz ehrlich: sollte jemals jemand auf die Idee kommen, meinem Strubbeligen oder den Kindern etwas antun zu wollen…

Lizzie würde von mir sehr viel lernen können.

Also Jungs und Mädchen: versucht es lieber gar nicht erst. Ihr möchtet nicht wissen, wozu ich imstande wäre…

Verfasst von: LaScotia | Oktober 25, 2018

Das Märchen vom Paradies

Es war einmal eine wunderschöne Prinzessin, die mit ihrem Traumprinzen und drei wunderschönen Kindern ein sorgloses Leben im Paradies führte…

So oder ähnlich klingen manchmal Zuschriften oder Kommentare, die sich mit dem beschäftigen, was ich hier so veröffentliche.

Okay Freunde, die Botschaft ist angekommen.

Ich werde also künftig öfter mal über den aktuellen Ist-Zustand berichten. Der leider nicht immer etwas mit Postkartenkitsch zu tun haben muss.

Seltsame Winde kabbeln das Meer zwischen den Inseln auf.

Staccatoartige Wellen von einem bis zwei Meter in ungewöhnlich schneller Folge lassen das Schiff tanzen wie Kannibalen im Dschungel vor dem Kochtopf, in dem die bedauernswerte Mahlzeit mit dem Apfel im Mund langsam gar wird und darauf wartet, dass es endlich zu Ende geht.

Es kommt nicht oft vor, dass ich mich buchstäblich anschnallen muss beim Einholen der Körbe.

Waagerecht peitscht der feine Regen und durchweicht alles, was ihm in die Quere kommt.

11° immer noch, es ist ungewöhnlich warm.

Die Winde quietscht beim hochziehen der Körbe. Da müssen wir dringend was tun, das quietschen wird mehr und lauter.

Es wäre fatal, bei diesem Wetter ein Problem mit dem Antrieb der Winde zu bekommen.

Ich habe mir selbst sehr viel beigebracht in den letzten vier Jahren, und ich bin verdammt noch mal sehr stolz darauf.

Aber von Maschinen und ihrer Mechanik habe Ich NULL Ahnung.

Leider.

Also zähle ich still die Körbe herunter, hoffe, dass die Winde hält und sortiere den Fang in die Kisten.

Seltsamerweise ist der Fang besser, je schlimmer das Wetter hier oben tobt.

Endlich. Endlich fertig.

Durchgefroren knalle ich die kleine Tür hinter mir zu.

Schenke mir mit zittrigen Händen einen heißen Tee aus der Thermoskanne ein.

Schiebe den Hebel leicht nach vorn.

Dankbar röhrt die Lady auf, ich drehe den Bug in den Wind und wir beide tanzen einen wilden Boogie Woogie auf den Wellen nach Hause.

Ich funke Pete an. Sage ihm, dass ich erst noch zwei, drei Stationen ansteuere, um den Fang zu verkaufen, und dann zu ihm nach Hause komme.

Es ist ein beschissen ungemütlicher Tag gewesen hier draußen.

Na und?

Die wunderschöne Prinzessin fährt heim in ihr Traumschloss zu ihrem Traumprinzen und den drei tollsten Kindern der Erde.

Sie friert. Sie zittert. Sie sehnt sich nach einer heißen Wanne.

Danach, von ihrem Traumprinzen bestiegen und genommen zu werden.

Und hey: sie genießt dieses Leben in vollen Zügen! Nie mehr möchte sie etwas anderes machen.

Nur diese dunkle Riesenwolke da hinter ihr…

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