Verfasst von: LaScotia | Oktober 17, 2014

Zu Hause

Das Feuer knistert und knackt und es verströmt eine angenehme Wärme und eine schöne Atmosphäre.

Wir haben viel geschafft heute, und ich bin total kaputt.

Von drinnen hole ich uns was zu trinken und die Wolldecke und kuschle mich an ihn.

Ich merke, wie ich immer müder werde. Genieße es, in Peters Arm zu liegen. Genieße es, wie er mir durch die Haare krault. Selten in meinem Leben war das Gefühl zu Hause angekommen zu sein, stärker als in diesem Moment.

Es ist die Ruhe zwischen zwei Wetterfronten, die uns heute abend noch einmal hier draußen sitzen lässt.

Der Sturm zog auf, zog über uns hinweg und zog genauso schnell wieder vorbei.

Das Wochenende wird selbst für unsere Verhältnisse ziemlich ungemütlich werden. Es gibt parallel Sturm-, Gewitter- und Regenwarnungen für die Inneren Hebriden, man erwartet bis zu 40 Liter pro m², das ist schon sehr viel.

Wir haben alles Menschenmögliche getan, um unser Hab und Gut so gut es geht zu sichern und blicken dem Sturm absolut gelassen entgegen.

Auch Peter genießt es, und wenn er sich wie heute zu seinem Feierabendwhisky eine Pfeife ansteckt, ist das für ihn Ausdruck allerhöchster Entspannung und Zufriedenheit.

Ich mag den Geruch der Pfeife und ich liebe das pfeffrige Aroma des Talisker in seinem Glas.

Man muss die Dunkelheit aus den Hebriden erlebt haben, um zu begreifen, wie gnadenlos lichtüberreizt das Leben in einer Großstadt ist.

Hier geht die Sonne unter und dann ist es stockfinster!

Es sei denn, man sitzt am Feuer…

Irgendwann lege ich mich auf die Seite, mein Kopf auf Peters Oberschenkel. Ich schnappe mir seine Hand und lege sie auf meinen Bauch.

Er findet es total spannend zu fühlen, wie sich little fellow bewegt. Ich finde es mittlerweile mehr anstrengend als faszinierend, aber ich mir sehr sicher, dieses Gefühl sehr schnell zu vermissen, wenn der Zwerg erstmal da ist.

Als ich wieder wach werde, liegt Peters Hand immer noch auf meinem Bauch und verströmt eine großartige Wärme. Auch little fellow scheint zu schlafen, keine Bewegung mehr.

Das Feuer glimmt nur noch in Resten vor sich hin. „Hab ich lange geschlafen?“ frage ich.

„Eine Stunde, Schönheit.“ Nicht nur seine Hand, auch seine Stimme ist so herrlich warm.

Ich nehme seine Hand und ziehe sie langsam von meinem Bauch zu meinen Brüsten.

Eine wunderbare Mischung aus Müdigkeit und plötzlicher Geilheit überfällt mich.

„Bringst du mich ins Bett?“


Responses

  1. Warum Macht mich das jetzt so an ?

    • Wegen der vertrauten Nähe und Gemütlichkeit?


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