Verfasst von: LaScotia | Oktober 6, 2014

Stärke 12

Langsam kehrt wieder Ruhe ein.

Aber Freunde, der erste wirkliche Herbststurm hier hat es ganz ordentlich in sich gehabt.

Er war angekündigt, und es scheint nirgends was ganz Schlimmes passiert zu sein, aber wenn Cal Mac nahezu den gesamten Fährverkehr zu den Inseln einstellt, dann kann man erahnen, welche Wucht dieser Orkan aufgebaut hatte.

Es war auch gleichzeitig eine Art Generalprobe für uns. Wir haben in den letzten zweieinhalb Monaten so unglaublich hart gearbeitet, um genau solche Wetterbedingungen ruhig und gelassen überstehen zu können.

Und ja, es hat alles gut gehalten!

Heute früh (zu der Zeit wurden draußen auf South Uist Windgeschwindigkeiten von 84 Meilen gemessen, und die Skye Bridge war zum ersten Mal nach sehr langer Zeit wieder für den gesamten Fahrzeugverkehr gesperrt gewesen!) drohte unsere Lady kurz, sich vom Steg loszureißen und sich unfreiwillig selbständig zu machen.

Zum Glück sind wir aber unmittelbar nach aufstehen und Ofen anfeuern runter gefahren, um nach dem Rechten zu sehen, und konnten sie dann richtig absichern.

Pete ist im Lauf des Vormittags alle anderthalb bis zwei Stunden wieder zum Steg gefahren, um die Leinen zu kontrollieren, aber zum Glück hat alles gehalten.

Um unsere Tiere brauchten wir uns nicht so sehr zu sorgen, die kommen gut mit dem Wetter zurecht. Das Geflügel ist instinktiv gleich freiwillig im Stall geblieben.

Die neuen, zusätzlichen Verspannungen für das Windrad haben sich als richtige Investition erwiesen, und auch die Erneuerung des Daches mit der neuen Befestigung für die Solarpaneele hat enorm dazu beigetragen, dass mein Blutdruck keine für little fellow gefährlichen Grenzwerte erreicht hat.

Nach einem deftigen Frühstück hab ich mich dann wieder ins warme Bett zurückgezogen und Pete gewärmt und für seine tapferen Außeneinsätze belohnt, wenn er durchnässt und kalt wieder rein kam.

Unten in den Borders sollen in 12 Stunden fast 50 Liter Regen gefallen sein.

Was aber das Schlimmste ist: in den Cairngorms hat es am Sonnabend geschneit. Zum ersten Mal wieder seit dem Sommer.

Für unsere einfallsreichen Radiosender ist das das taktische Signal dafür, ihre abgehärtete Stammhörerschaft von Früh bis Spät mit dem dann immer unerträglicher werdenden „Let it snow“ zu beschallen. Das wird jetzt so bis zum nächsten Frühjahr andauern, bis die ersten Wheatears aus ihren Winterquartieren wieder zurück zu uns in den Norden kommen und endgültig den Frühling einläuten.

Bis dahin werde ich aber noch viel Holz in den Ofen werfen und das Radio das eine oder andere Mal gewaltsam aus seinem winterlichen Gedudel reißen…


Responses

  1. Wunderbar. Das muss eine geniale und gemütliche Stimmung sein

    • Mittlerweile empfinde ich es auch so. Aber das war mein erster ausgewachsener Orkan hier, und da war ich längst nicht so entspannt wie bei den folgenden.
      Zum Glück ist bisher alles gutgegangen bis auf ein paar Kleinigkeiten.


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